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Umwelt und Grün

1. Wenn sie 10.000 € für ein Umweltprojekt hätten, wofür würden sie das Geld ausgeben?

Wir würden das Projekt „Klimadetektive“ an den Greifswalder Grundschulen neu beleben, welches bereits erfolgreich an der Martin- und der Caspar-David-Friedrich-Schule durchgeführt worden ist.

Durch eine Förderung der Beteiligung und einen Wettbewerb zwischen den Schulen mit bescheidenen Preisgeldern können die Möglichkeiten zum Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt auch durch kleine Beiträge den Jüngsten in unserer Gesellschaft bewusst gemacht werden. Das wird auch auf ältere Geschwister, Eltern und Bekannte positiv ausstrahlen. 

2. Was wollen sie tun, um das Problem illegaler Graffiti in den Griff zu bekommen?

Wir würden mehr Flächen für legale Graffiti zur Verfügung stellen. Illegale Graffiti an öffentlichen Flächen müssen schnell beseitigt werden. Niemand, der ein illegales Graffiti sprüht, soll sich daran „erfreuen“ können, dass dieses über Wochen, wenn nicht Monate sichtbar ist.

Deshalb sollte es auch Unterstützungsangebote an private Hauseigentümer für eine kostengünstige Beseitigung geben, sofern diese schnell erfolgt. Schadensersatzansprüche gegen gefasste Täter müssen konsequent durchgesetzt werden. 

3. Soll die Stadt zusätzliches Geld für eine Reinigung der Stadt am Wochenende durch eine Firma und mehr Grün in Greifswald bereitstellen?

Die Stadt hat zur vermeintlichen Qualitätsverbesserung die früher von der GEG durchgeführten Reinigungsaufgaben an Wochenenden und Feiertagen selbst übernommen und ist seither auch für die Papierkörbe in der Innenstadt mit eigenem Personal verantwortlich.

Die Sauberkeit der Stadt hat durch diese Fehlentscheidung nicht unerheblich gelitten. Wir befürworten, mit diesen Aufgaben wieder vollständig private Unternehmen zu beauftragen, die eine wesentliche höhere Kompetenz in der Logistik und Umsetzung haben. Die Kosten dürften auch geringer und die Zuverlässigkeit höher sein, als bei Erledigung durch eigenes Personal der Stadt.

Wir wünschen uns und treten dafür ein, dass das Stadtbild daneben durch mehr blühende Pflanzen aufgebessert wird und dies nicht nur im Altstadtbereich. Die Blumenampeln, die seit einigen Jahren in der Fußgängerzone der Innenstadt aufgehängt werden, sind durch Spenden von Unternehmen und Privatpersonen finanziert.

Diesen ist dafür zu danken und gleichzeitig ist es beschämend, dass sich die Stadt selbst hierzu nicht in der Lage sieht.

4. Wo kann die Stadt noch Energie sparen?

Soweit es die Sicherheit und auch das persönliche Sicherheitsgefühl zulässt, durch eine Begrenzung der Straßenbeleuchtung. Eine große Zahl von Ampeln könnte nachts und an Sonntagen abgeschaltet werden. In diesen Bereichen sollten auch verstärkt moderne energiesparende Leuchtmittel verwendet werden. Aber auch die Beseitigung baulicher Missstände an städtischen Gebäuden ist dringend erforderlich.

Wenn Mitarbeiter der Stadtverwaltung darauf angewiesen sind, ihre Büros mit elektrischen Heizlüftern auf ein erträgliches Maß zu erwärmen, weil die reguläre Heizung nicht funktioniert oder nicht ausreicht, wird am falschen Ende gespart.

Ferner sollten die ausschließlich im Stadtgebiet und der Peripherie eingesetzten städtischen Fahrzeuge in der Zukunft so weit als möglich nach und nach auf Elektroantrieb umgestellt werden.

5. Sollen die Stadt und der Kreis für ein dichtes Netz von Ladestationen für Elektroautos sorgen, z. B. durch Beauftragung von Unternehmen wie den Greifswalder Stadtwerken?

So erfreulich ein dichteres Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Greifswald auch wäre, es würde das Problem nicht beseitigen, dass Deutschland insgesamt bei dieser Infrastruktur sehr hinterherhinkt. Gleichwohl könnten Anreize für Unternehmen und private Personen geschaffen werden, in Greifswald und seinem Umland Ladestationen mit öffentlichem Zugang zu errichten.

Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass dies jedenfalls derzeit noch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Wenn man diese Kosten seitens der Stadt fördern wollte muss klar sein, dass dann andere Vorhaben nicht oder nicht mehr in dem bisherigen Umfang unterstützt werden können. Der Haushalt der Stadt ist nun einmal begrenzt. Realistisch sollte man also nicht irgendwelche Versprechen machen oder Forderungen erheben, die nicht oder nur zu Lasten anderer finanzierbar sind.

Das Geld von anderen – regelmäßig das Geld der Bürger unserer Stadt – lässt sich sehr leicht ausgeben, weil es ja nicht das eigene Geld ist. Solche nichtfinanzierbaren Wahlversprechen machen wir nicht.

Es sind vielmehr der Bund und das Land in der Pflicht, entsprechende Anreize zu schaffen, um die Infrastruktur für die Elektromobilität deutlich zu erhöhen.

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