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Wirtschaft

1. Wenn Sie 10.000,00 Euro für die Wirtschaftsförderung hätten, wofür würden Sie das Geld ausgeben?

Wir würden diesen Betrag für Informationsveranstaltungen in den Schulen verwenden, um in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule/Wirtschaft des Unternehmerverbandes Vorpommern e. V. das Interesse von Schülern für einen Ausbildungsberuf im Handwerk und Dienstleistungsbereich zu wecken.

Es müssen wirklich nicht die meisten Schüler auch ein Abitur machen. Es muss vielmehr aufgezeigt werden, dass junge Menschen perspektivisch auch im Handwerk und Dienstleistungsbereich eine gute und auskömmliche Zukunft haben, wenn sie sich bemühen.

Unseren Nachwuchs zielgerichtet für den Bedarf unserer heimischen Wirtschaft auszubilden ist die beste denkbare Wirtschaftsförderung.

2. Die Greifswalder Gewerbegebiete sind unterschiedlich belegt. Was würden Sie tun, damit sich auf dem Gewerbegebiet Herrenhufen Nord mehr Gewerbe ansiedelt?

Das Gewerbegebiet muss besser vermarktet und dies in professionelle Hände gegeben werden. Man kann nicht nur warten, bis sich ein Interessent meldet.

Erforderlich ist vielmehr die gezielte Ansprache von Unternehmen, die bereits in Greifswald und dem Umland ansässig sind hinsichtlich der damit gegebenen Expansionsmöglichkeiten. Neuansiedlungen verhindert man jedoch mit unnötigen Gewerbesteuererhöhungen und deren späterer Rücknahme, wie jüngst vehement durch den Oberbürgermeister gefordert und mit der linken Mehrheit in der Bürgerschaft durchgesetzt.

Solche Aktionen verursachen Unsicherheit und „vergraulen“ potentielle Investoren. Wir haben uns immer gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer ausgesprochen.

3. Zum Hafen Ladebow: Sollte der B-Plan 14 aufgehoben werden, um eine touristische Nutzung oder eine Parallelnutzung von Wirtschaft und Tourismus zu ermöglichen?

Es war eine Fehlentscheidung in der Vergangenheit, einen Industriehafen schon deshalb haben zu wollen, nur weil Greifswald eine Hansestadt ist. Diese Entscheidung sollte korrigiert werden, zumal die behauptete Schaffung von Arbeitsplätzen letztlich nicht in einem namentlichen Umfang eingetreten ist.

Eine touristische und daran angepasst auch teilweise gewerbliche Nutzung des Hafens Ladebow wäre deutlich sinnvoller, wird sich auf Grund der geschaffenen Fakten aber nur langfristig realisieren lassen.

4. Sollte Greifswald mehr Geld in den/die Tourismus/touristische Infrastruktur investieren? Wenn ja in welchem Sektor, wenn nein, bitte mit Begründung?

Ein klares Ja für mehr Investitionen in den Tourismus. Entgegen den früheren Ablehnungen durch den Oberbürgermeister und die Bürgerschaft sollten durch private Dritte organisierte Konzertveranstaltungen unterstützt werden.

Der Weihnachtsmarkt sollte attraktiver gestaltet werden und nicht jedes Jahr ein „Abklatsch“ des Vorjahres sein. Der Museumshafen sollte 200 Meter nach Osten verlegt und dafür Liegeplätze für Tagestouristen in Stadtnähe geschaffen werden. Zwischen dem derzeitigen Museumshafen und Ladebow/Wieck sollte ein historisch ausgestalteter Pendelzug als touristische Attraktion aber auch zur besseren Anbindung der Mitbürger in Ladebow/Wieck eingerichtet werden.

In den Tourismusregionen von Usedom und Rügen sollte gezielt um Tagestouristen für Greifswald geworben werden. Die städtische Marketing GmbH muss deshalb auch eine bessere finanzielle Ausstattung erhalten.

5. Greifswalder Firmen verschiedener Branchen beklagen einen Fachkräftemangel. Was kann die Stadt tun, damit mehr Fachkräfte in der Stadt bleiben? (Gibt es politische Steuerungselemente und welche sollten genutzt werden?

Es gibt einen Fachkräftemangel, aber keine (aktuelle) „Abwanderung“ aus unserer Stadt. Die Frage impliziert eine schlechte Entwicklung der Stadt, was nicht richtig ist.

Wichtig ist die Gewinnung neuer zusätzlicher Fachkräfte durch Abwerbung aus anderen Regionen aber insbesondere durch Ausbildung des eigenen Nachwuchses. Hier sollte eine engere Zusammenarbeit mit dem Unternehmerverband Vorpommern e. V., den Handwerkskammern und der IHK erfolgen, um für eine Ausbildung in diesen Bereichen zu werben.

Politische Steuerungselemente sehen wir im Übrigen nicht, Vergünstigungen jedweder Art würden allein zu „Mitnahmeeffekten“ führen. Wir müssen uns aber dafür einsetzen, dass auch die Berufsschulausbildung in Greifswald bleibt und intensiviert wird, was nur mit den genannten Partnern effektiv möglich ist.

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